/ allgemeine geschäftsbedingungen

1. Allgemeines

Die nachfolgenden AGB gelten für alle dem Fotografen erteilten Aufträge, sowie Leistungsvereinbarungen bei Fotoshootings. Sie gelten als vereinbart, wenn ihnen nicht innerhalb 3 Werktage nach Eingang der Auftragsbestätigung wider­sprochen wird.  „Lichtbilder“ im Sinne dieser AGB sind alle vom Fotografen hergestellten Produkte, gleich in welcher technischen Form oder in welchem Medium sie erstellt wurden oder vorliegen. (Papierbilder, Fotobücher, Fotokalender, digitales Bildmaterial auf Datenträger, etc.)

2.. Urheberrecht

Dem Fotografen steht das Urheberrecht an den Lichtbildern nach Maßgabe des Urheberrechtsgesetzes zu. Die vom Fotografen hergestellten Lichtbilder sind grundsätzlich nur für den eigenen Gebrauch des Auftraggebers bestimmt. Überträgt der Fotograf Nutzungsrechte an seinen Werken, ist - sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde - jeweils nur das einfache Nutzungsrecht übertragen. Erfolgt eine Weitergabe von Nutzungsrechten, so werden Art und Umfang der Nutzungsrechte auf der Rechnung ausgewiesen. Die Nutzungsrechte gehen erst nach vollständiger Bezahlung der Rechnung über. Der Besteller eines Bildes im Sinne vom § 60 UrhG hat kein Recht, das Lichtbild zu vervielfältigen und zu verbreiten, wenn nicht die entsprechenden Nutzungsrechte übertragen worden sind. § 60 UrhG wird ausdrücklich ausgeschlossen. Die Weitergabe von Nutzungsrechten gegenüber Models erfolgt durch ein schriftliches Model Release. Bei der Verwertung der Lichtbilder ist der Fotograf, sofern nichts anderes vereinbart wurde, als Urheber  zu nennen. Eine Verletzung des Rechts auf Namensnennung berechtigt den Fotografen zum Schadensersatz. Schadensersatz für eine nicht genehmigte Nutzung berechnet sich mit dem 5-fachen Wert  des für die verwendeten Zwecke marktüblichen Honorars. Die digitalen Originaldateien verbleiben beim Fotografen. Die Bearbeitung von Lichtbildern des Fotografen,  mit Ausnahme von Größenanpassungen, analog oder digital, bedarf der vorherigen Zustimmung des Fotografen.

3. Vergütung, Eigentumsvorbehalt

Für die Herstellung/Nutzung der Lichtbilder wird ein Honorar als Stundensatz, Tagessatz  oder Pauschale/Bildhonorar zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer berechnet. Nebenkosten, Verbrauchsmaterialen, Reisekosten sowie Modelhonorare oder Kosten für Zusatzausstattung sind vom Auftraggeber zu tragen, soweit diese nicht in der Pauschale enthalten sind. Gegenüber Endverbrauchern weist der Fotograf die Endpreise inkl. Mehrwertsteuer aus. Bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises bleiben die Lichtbilder Eigentum des Fotografen. Hat der Auftraggeber dem Fotografen keine ausdrücklichen Weisungen hinsichtlich der Gestaltung der Lichtbilder gegeben, so sind Rek­lamationen bezüglich der Bildauffassung sowie der künstlerisch-technischen Gestaltung ausgeschlossen. Wünscht der Auftraggeber während oder nach der Aufnahmeproduktion Änderungen, so hat er die Mehrkosten zu tragen. Der Fotograf behält den Vergütungsanspruch für bereits begonnene Arbeiten.

4. Haftung

Für die Verletzung von Pflichten, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit wesentlichen Vertragspflichten stehen, sowie im Fall des Verlusts oder der Beschädigung von hergestellten Aufnahmen (digitale Daten), haftet der Fo­tograf - aus welchem Rechtstitel immer - nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die Haftung bei Datenverlust beschränkt sich auf die Rückerstattung einer bereits geleisteten Anzahlung. Weitergehende Schadensersatzansprüche sind ausgeschlossen. Jede Haftung ist auf die Materialkosten und die Wiederholung der Aufnahmen (sofern und soweit dies möglich ist) beschränkt. Weitere Ansprüche stehen dem Auftraggeber nicht zu; der Fotograf haftet insbesondere nicht für Reise- und Aufenthaltsspesen sowie für Drittkosten (Mod­elle, Assistenten, Visagisten und sonstiges Aufnahmepersonal) oder für entgangenen Gewinn und Folgeschäden. Die Aufbewahrung der digitalen Daten erfolgt ohne jegliche Gewähr. Der Fotograf speichert das Datenmaterial sorgfältig. Er ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, von ihm aufbewahrtes Datenmaterial nach drei Jahren seit Beendigung des Auftrags zu vernichten. Der Fotograf haftet für Lichtbeständigkeit und Dauerhaftigkeit der Lichtbilder nur im Rahmen der Garantieleistungen der Hersteller des Fotomaterials. Die Zusendung und Rücksendung von Filmen, Bildern und Vorlagen erfolgt auf Kosten und Gefahr des Auftraggebers.

5. Nebenpflichten

Der Auftraggeber versichert, dass er an allen dem Fotografen übergebenen Vorlagen das Vervielfältigungs- und Verbreitungsrecht sowie bei Personenbildnissen die Einwilligung der abgebildeten Personen zur Veröffentlichung, Vervielfältigung und Verbreitung besitzt. Ersat­zansprüche Dritter, die auf der Verletzung dieser Pflicht beruhen, trägt der Auftraggeber.

6. Leistungsstörung, Ausfallhonorar

Wird die für die Durchführung des Auftrages vorgesehene Zeit aus Gründen, die der Fotograf nicht zu vertreten hat, wesentlich über­schritten, so erhöht sich das Honorar des Fotografen, sofern ein Pauschalpreis vereinbart war, entsprechend. Ist ein Zeithonorar vereinbart, erhält der Fotograf auch für die Wartezeit den vereinbarten Stunden- oder Tagessatz. Bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit des Auftraggebers kann der Fotograf Schadensersatzansprüche geltend machen. Ebenso kann der Fotograf Schadensersatz wegen Nichterfüllung der vereinbarten Leistungen gegenüber Models und Visagisten geltend machen. Terminvereinbarungen des  Fotografen  mit Models und Visagisten verstehen sich als Festbuchung und sind für beide Vertragspartner verbindlich. Sie können nur aus wichtigem Grund annulliert bzw. verschoben werden. Sofern eine Verschiebung des Fototermins nicht möglich ist, kann die ausgefallene Person für entsprechenden Ersatz sorgen oder haftet für die durch den Ausfall entstandenen Kosten, unabhängig davon, ob für die auszuführende Leistung ein Honorar vereinbart wurde oder nicht. Liefertermine für Lichtbilder sind nur dann verbindlich, wenn sie ausdrücklich vom Fotografen bestätigt worden sind. Der Fotograf haftet für Fristüberschreitung nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

7. Datenschutz

Auf den Schutz Ihrer Privatsphäre und die Sicherheit der hinterlegten Daten wird großer Wert gelegt, und übliche sowie zumutbare Maßnahmen zum Schutz persönlicher Informationen vor Verlust, Missbrauch, unberechtigtem Zugriff, Offenlegung, Veränderung oder Zerstörung getroffen. Zum Geschäftsverkehr erforderliche personenbezogene Daten werden nur mit schriftlicher Einwilligung des Auftraggebers gespeichert und dienen internen Zwecken, sowie der Ausführung und Abwicklung des erteilten Auftrages. Eine Weitergabe persönlicher Daten erfolgt nur bei expliziter Einwilligung des Auftraggebers, aufgrund gesetzlicher Pflicht oder notwendige Maßnahmen zur Sicherung und Wahrung von Bild- und Urheberrechten des Fotografen. Der Fotograf ist bei der Beauftragung der Erstellung von Lichtbildern berechtigt, personenbezogene Daten in Form von Bilddateien oder beauftragen Textverwendungen an Dritte (z.B. Fotolabore sowie ähnlichen Print-Services) zur Herstellung von Lichtbilder, Fotobücher, Wandbilder, Poster, Kunstdrucken und ähnlichen Produkten zur Verarbeitung weiterzuleiten. Der Auftraggeber kann jederzeit die Einwilligung zur Speicherung der Daten widerrufen und die personenbezogenen Daten ändern, sperren oder löschen lassen. Dabei ist zu beachten, dass trotz Aufforderung zur Löschung notwendige Daten im Rahmen gesetzlicher und vertraglicher Aufbewahrungsfristen, sowie zur Wahrung und Sicherung von Bild- und Urheberrechten (gemäß Urheberrechtsgesetz Par. 64 ff.) behalten werden müssen. Personenbezogene Daten werden nur so lange aufbewahrt, wie es rechtlich und für den Verwendungszweck, sowie für eine ordnungsgemäße Wahrung und Sicherung von gesetzlichen und vertraglichen Aufbewahrungsfristen sowie Bild- und Urheberrechte notwendig ist.

8. Nutzung und Verbreitung

Die Digitalisierung, Speicherung und Vervielfältigung der Lichtbilder des Fotografen auf Datenträgern, Datengeräten aller Art, sowie die Verbreitung oder Weitergabe im Internet und des Intranets, in Online-Datenbanken, in elektronischen Archiven, die nicht nur für den internen Gebrauch des Auftraggebers bestimmt sind, bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Fotografen.

9. Schlussbestimmungen

Erfüllungsort für alle Verpflichtungen aus dem Vertragsverhältnis ist der Sitz des Fotografen, wenn der Vertragspartner nicht Verbraucher ist. Sind beide Vertragsparteien Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich rechtliches Sondervermögen, so ist der Geschäftssitz des Fotografen als Gerichtsstand vereinbart.